Die Tonleiter
Die Tonleiter Die Entwicklung der Tonleiter kann man kurz zusammenfassend umreißen, obwohl sie über viele Jahrhunderte
verlief. Die rezitativ vorgetragenen Hymnen der indischen Schöpfungsgeschichte, Rigveda, beinhalten eine bestimmte Anzahl
von Noten, welche das Grundgerüst darstellen. Zu frühesten Zeiten waren es drei, dann fünf, und heutzutage sind es sieben
Noten. Mit den erhöhten bzw. erniedrigten fünf Noten der sieben Hauptnoten wuchs das musikalische Spektrum auf zwölf
leicht zu unterscheidende Noten an.
Aber die ganze Spannweite dieser zwölf Töne wurde nochmals in 22 Mikrointervalle bzw. Tonschritte eingeteilt. Ein
Mikrointervall, genannt shruti, ist weniger als ein Halbtonschritt in unserem musikalischen Sinn. Jeder dieser shruti hat einen
unverwechselbaren, eigenständigen, genau umrissenen Ausdruckswert.
Man kann sich jetzt gut vorstellen, welche überzeugende ästhetische und gefühlvolle Variationsmöglichkeit die indische Musik
zu bieten hat. Aber sie fordert auch vom Zuhörer ein feines Ohr und bewußtes Hören.
Zurück zur Musikseite
Zurück zur Seite Kunst & Kultur
Zurück zur Titelseite Indien