Hampi & Hospet

Das kleine Dorf Hampi und die Ruinenstadt mit ihren Tempeln sind die Überreste der berühmten Tempelstadt Vijayanagar ('Stadt der Sieger'), von der aus Hindu-Könige von 1336 bis 1565 ganz Südindien regierten und die einmal eine halbe Million Einwohner auf über 30 qkm Fläche beherbergt haben soll. Bedeutendster Herrscher dieser Zeit war Krisha Devaraya, der sich sehr um die Künste verdient machte. Mit der Schlacht von 1565 bei Talkota gegen ein Bündnis mehrerer Sultane des Dekkan war der Untergang dieses mächtigen Reiches besiegelt. Die Stadt wurde einen Monat lang geplündert, und nur die Tempel überlebten die Brände. Der Islam konnte seinen Einzug in einen Großteil des Südens halten.
Die Ruinen liegen verstreut in einer wunderschönen Landschaft mit riesigen Felsbrocken. Schon allein wegen dieser Landschaft kann sich ein Besuch in Hampi lohnen. Manch einer verbringt deshalb sogar mehrere Tage hier.

Das 13 km entfernte Hospet hat an Sehenswürdigkeiten nur einen großen Staudamm zu bieten. Der Vorteil sind die günstigen Busverbindungen und die zahlreicheren Unterkünfte.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hampis, also Vijayanagars, sind:

Vittala-Tempel mit seinen 'musikalischen' Säulen und dem berühmten, aus einem Felsen gehauenen, 8 m hohen Streitwagen. Vor dem Tempel steht ein großer Übersichtsplan, nach dem wir unseren hier abgedruckten Plan erarbeitet haben. Attraktiv dürften auch die Stände mit Obst sein, die in der Hitze für willkommene Erfrischung sorgen.

Hazarama-Tempel mit schönen Steinfliesen.

Purandaradasara Mandapam mit den Resten einer alten Flußbrücke aus Stein.

Außerdem noch viele weitere Ruinen wie Elefantenställe, das Lotus Mahal, das Königsbad und der Achutaraya-Tempel. Das Museum mit dem Archaeology Office bietet eine Übersichtskarte an.


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