Fatehpur Sikri
Heute eine 'tote Stadt', stellt der Ort eine der größten Fehlplanungen des Mittelalters dar. Kaiser Akbar hatte bei dem hier zurückgezogen lebenden Moslemheiligen Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes gebeten. Der Heilige soll seinen sechs Monate alten eigenen Sohn geopfert haben, damit seine Seele in Akbars Hindu-Frau wiedergeboren werden könne. Als Mariam-uz-Zamani tatsächlich einen Sohn gebar, gaben sie ihm den Namen Salim. Dieser Sohn war der spätere Nachfolger Akbars, Jahangir. Aus Dankbarkeit begannen unter Akbar die an dem Hügel ansässigen Steinmetze mit dem dort vorhandenen Baumaterial 1569 zunächst mit dem Bau der elf Kilometer langen Stadtmauer, und schon fünf Jahre später war die komplette Stadt fertiggestellt. Akbar verlegte seine Residenz hierher, der Ort wuchs so schnell, daß die Quellen versiegten und er schon nach 16 Jahren wieder aufgegeben werden mußte. Akbar kehrte nach Agra zurück, Fatehpur Sikri zerfiel langsam, bis Mohammed Shah sie 1719 instandsetzen ließ. Heute ist nur der Ort am Fuße des Stadthügels bewohnt, und man kann durch eine ganze Stadt wandern, wie sie vor 400 Jahren erbaut worden ist.
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