Ajanta & Ellora

Ajanta
Die Ajanta-Höhlen sind rein buddhistischen Ursprungs. 24 Klöster und fünf Tempel wurden während eines Zeitraums von 800 Jahren, nämlich vom 2.Jh.v.Chr. bis in das7.Jh.n.Chr. aus dem anstehenden Fels gehauen. Sie zeigen so die Entwicklung buddhistischer Kunst, die sich von ihren reinen, unbeeinflußten Konzepten dem Brahmanismus annäherte.
Die Gemälde wurden vermutlich bis ins 8. Jh. hinein ausgeführt und zeigen eine weit höhere künstlerisch-technische Entwicklung als die europäische Kunst dieser Zeit. Einige Fakten sprechen dafür, daß zumindest einige Wandbilder von persischen Künstlern ausgeführt wurden.
Die wichtigsten Höhlen sind Nummer 1, 2, 9, 10, 16, 17, 19 und 26, wovon die Nummern 9 und 10 der älteren Hinayana-Tradition zuzurechnen sind. Sie verlaufen im Halbkreis am 80 m hohen Steilufer des Waghore River. Das Gelände ist von 9.00-17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 50 Paisa. Mit bis zu 20 Leuten kann man sich ein Beleuchtungsticket für 5.- Rs teilen, das sich in jedem Falle lohnt. Dafür wird dann in den Höhlen mit den berühmten Gemälden das Licht eingeschaltet. Beim Eingang gibt es eine Gepäckaufbewahrung, die pro Stück 1.- Rs nimmt. Die Anlage wird von der Sonne am schönsten vormittags beschienen.

Ellora
Die 34 Höhlen hier sind jünger als diejenigen in Ajanta und im Gegensatz zu diesen sowohl buddhistisch als auch hinduistisch und jainistisch. Grob gesagt erstrecken sie sich entlang der Westseite eines Bergrückens, der in Nord-Süd-Richtung verläuft. Dadurch ist die Besichtigung im Abendsonnenschein am schönsten.
Die Nummerierung erfolgt von Süd nach Nord und folgt damit grob der Entstehungsgeschichte. Die ersten zwölf Höhlen sind buddhistische Klöster, lediglich Nr. 10 ist ein Tempel. Sie entstanden etwa von 600 bis 800 n.Chr. Die interessantesten von ihnen sind die Nr. 5, 10, 11 und 12.
Die Höhlen 13 bis 29 sind hinduistische Bauwerke und die bedeutendsten hier. Besonders die Nummern 14, 15, 16 (Kailas Tempel), 21 und 29 sind sehenswert. Herausragend ist der Kailas-Tempel, das vielleicht größte monolithische Bauwerk der Welt. Es wurde gegen Ende des 8. Jh. aus dem Fels gehauen und - anders als die Vorgänger - auch von außen freigelegt. Der bearbeitete Felsblock ist über 50 m breit, 90 m lang und gut 35 m hoch. Der Tempel selbst hat eine Grundfläche von 54 x 35 m.
Die Gruppe der jainistischen Höhlen (30 - 34) liegt etwa 500 m nördlich der letzten hinduistischen Höhle. Sie sind die jüngsten und entstanden wohl von 800 bis 1.000 n.Chr. Sie bestechen nicht so sehr durch ihre Größe als vielmehr durch ihre Liebe zum Detail. Von ihnen ist besonders die Nr. 32 sehenswert.
Das Gelände ist geöffnet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, der Kailas-Tempel jedoch nur von 9.00-17.30 Uhr. Besichtigung am besten als Tagestour ab Aurangabad.
Festival: Das Ellora-Festival findet meist im März bei den Ellora Höhlen, Aurangabad, statt. Dieses viertägige Tanz- und Musik-Festival wird vor dem Hintergrund des Kailas-Tempels veranstaltet. Bekannte klassische Tänzer und Musiker nehmen teil.


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